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Make Rojava Green Again

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08
Jan

Ecologists rise up for Rojava!

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Die Mesopotamische Ökologiebewegung und Make Rojava Green Again rufen zu Aktionen gegen den drohenden Krieg in Nordsyrien (Rojava) auf.

#RiseUp4Rojava! Unterstützt die Global Days of Action am 27. und 28. Januar!

Bereits seit einigen Wochen droht der türkische Staat den Menschen in Nordsyrien mit Krieg. Das AKP-Regime will die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) gemeinsam mit seinen islamistischen Söldnerbanden besetzen. Sie wollen Macht, Öl und Land. Vor einem Jahr haben sie bereits die Region Afrîn besetzt, heute geht es um ganz Rojava. Ein weiterer Angriff auf Nordsyrien würde eine humanitäre Katastrophe auslösen, viele Menschenleben kosten und Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Erdogans Kriegsdrohungen sind auch Drohungen gegen die sozialen Errungenschaften der Revolution in Rojava, gegen Frauenbefreiung und die Gleichberechtigung der verschiedenen Kulturen, Religionen und Völker in der Region.

Krieg bedeutet immer auch Krieg gegen die ökologischen Lebensgrundlagen der Menschen, gegen die Natur. Die vergangenen Kriege um die Vorherrschaft im Nahen Osten haben viele Regionen mit Uranmunition und chemischen Kampfstoffen verseucht, sie haben ganze Landstriche verwüstet, Wälder und Ölquellen wurden angezündet und Flüsse durch Staudämme trockengelegt. Gerade die kurdischen Gebiete des Nahen Ostens waren und sind von dieser Zerstörung betroffen.

Trotzdem gibt es Hoffnung: Auch im Nahen Osten sind ökologische Bewegungen entstanden, die die Probleme lösen wollen, die durch Klimawandel, Kriege, Kolonialismus und kapitalistische Ausbeutung verursacht werden. Vor einigen Jahren wurde die Mesopotamische Ökologiebewegung (Mesopotamia Ecology Movement) gegründet, um gegen die Staudämme des türkischen Staates anzukämpfen, die zur Versteppung und Austrocknung der Region führen. Auch hier sind neben dem Irak besonders die kurdischen Gebiete und vor allem Nordsyrien betroffen.

Überall in Kurdistan arbeiten Aktivist*innen an der Wiederaufforstung, um den sich ausbreitenden Wüsten etwas entgegenzusetzen. Die Unterstützung der Wiederaufforstung ist auch eines der Hauptziele der Kampagne Make Rojava Green Again. Der drohende Krieg gegen Nordsyrien bedroht auch den ökologischen Aufbruch in der Region. Deshalb rufen wir unsere Unterstützer*innen und alle, die sich für eine ökologische Wende und eine solidarische Gesellschaft einsetzen, dazu auf, gegen die drohende Invasion durch die türkische Armee und der von der Türkei unterstützen jihadistischen Banden vorzugehen.

Die Aggression gegen Nordsyrien bedroht auch das friedliche Zusammenleben von verschiedenen Religionsgemeinschaften, Kulturen und anderen gesellschaftlichen Identitäten. In Nordsyrien geht es heute um alles: Es geht darum, Hoffnung, Leben und Menschlichkeit gegen den Faschismus zu verteidigen. Gerade für die Frauen in der Region stellt der gesellschaftliche Aufbruch in Rojava einen großen Fortschritt dar. Rojava zeigt, dass Aufstände gegen die Herrschaft des Mannes, die Diktatur des Patriarchats möglich und erfolgreich sein können. Erdogans Krieg soll auch darauf abzielen, diese Erfahrung zu zerstören und die Errungenschaften im Aufbau eines gleichberechtigten Zusammenlebens zunichte zu machen.

Staaten, militärische Strukturen und Konzerne aus aller Welt beteiligen sich an diesem Verbrechen. Gerade viele westliche Unternehmen produzieren in der Türkei oder nutzen das Land als Absatzmarkt – unter anderem auch für militärisches Gerät. Viele Banken gewähren Erdogan Kredite. Und dann ist da natürlich die militärische Zusammenarbeit: Die Türkei ist Mitglied der Nato und dient den Nato-Staaten, allen voran Deutschland und den USA, als Werkzeug zur Durchsetzung ihrer Interessen im Nahen Osten. Die Nato-Staaten und Russland haben der Türkei schon bei der Besetzung von Afrîn grünes Licht gegeben und auch die jetzigen Aggressionen gegen Nordsyrien finden in Abstimmung mit diesen Staaten statt.

Die ökonomische, politische und militärische Zusammenarbeit mit westlichen Staaten und Russland bildet das ökonomische Rückgrat der Angriffe auf Kurdistan und Nordsyrien. Alle Profiteure des Krieges und alle die den türkischen Staat unterstützen, müssen mit unserem Widerstand rechnen.

Gemeinsam mit der Internationalistischen Kommune von Rojava und vielen anderen Organisationen weltweit rufen wir für den 27.und 28. Januar zu internationalen Aktionstagen auf. Alle, die sich für Menschenrechte und Frieden, für eine ökologische und solidarische Gesellschaft und für eine feministische Alternative einsetzen, sind dazu aufgerufen, Partei zu ergreifen und sich zu beteiligen.

 

Wir fordern:

Die Nato-Staaten und Russland müssen davon abgebracht werden, den türkischen Staat bei seinen Invasionsplänen zu unterstützen. Sie müssen die Demokratische Föderation Nordsyrien anerkennen, die Vertreter*innen von Rojava müssen in die Verhandlungen über die Zukunft von Syrien mit eingebunden werden.

Die ökonomische und militärische Zusammenarbeit mit der Türkei muss sofort eingestellt werden. Das betrifft vor allem Firmen, die in der Türkei produzieren oder kriegsrelevante Güter in die Türkei exportieren. Neben Waffen sind das vor allem Fahrzeuge und Kraftstoffe.

 

Wir brauchen dich, wir brauchen euch! Macht sichtbar, wie Unternehmen, staatliche Institutionen oder militärische Strukturen in euren Städten und Regionen direkt oder indirekt in den Krieg gegen Kurdistan und Nordsyrien verwickelt sind – und bringt sie dazu, diese Unterstützung einzustellen.

 

Mesopotamische Ökologiebewegung & Make Rojava Green Again, Januar. 2019

Wenn ihr diesen Aufruf unterzeichnen wollt, schreibt uns an: contact(at)makerojavagreenagain.org

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